Zwei Drittel aller Elektrofahrzeuge im gewerblichen Bereich werden per Leasing finanziert. Das ist kein Zufall, sondern

Zwei Drittel aller Elektrofahrzeuge im gewerblichen Bereich werden per Leasing finanziert. Das ist kein Zufall, sondern
Zwei Drittel aller Elektrofahrzeuge im gewerblichen Bereich werden per Leasing finanziert. Das ist kein Zufall, sondern eine rationale Risikominimierung.

In den Führungsetagen und Treasury-Abteilungen stellt sich aktuell immer wieder die gleiche Frage: Macht ein klassisches Operating Lease bei batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) wirtschaftlich wirklich Sinn, oder ist die steuerliche Turboabschreibung für die Flotte der cleverere Weg?

Die Turboabschreibung klingt im ersten Moment extrem verlockend:
Die Möglichkeit, 75% der Anschaffungskosten direkt im ersten Jahr steuerlich geltend zu machen, lockt viele an.

Was in der steuerlichen Betrachtung jedoch oft ausgeblendet wird: Es handelt sich um einen reinen Vorzieheffekt. Die Gesamthöhe der Abschreibung über die Jahre bleibt identisch.
Und das eigentliche Problem wird damit nicht gelöst.

Denn viel entscheidender ist eine völlig andere Frage, die regelmäßig zu kurz kommt:

🔹 Was ist ein batterieelektrisches Fahrzeug nach drei oder vier Jahren auf dem Zweitmarkt tatsächlich noch wert?
🔹 Die Entwicklung bei Batterietechnologien, Reichweiten und neuen Zellgenerationen läuft rasant - alle arbeiten an 800V-Plattformen, erste OEM haben sie schon eingeführt.
🔹 Verlässliche, historische Restwertprognosen sind unter diesen dynamischen Marktbedingungen kaum möglich.

Wer ein BEV kauft – sei es aus dem Cashflow oder per Bankdarlehen oder über einen klassischen Mietkauf finanziert –, aktiviert das Fahrzeug und übernimmt dieses massive technologische Restwertrisiko vollständig.

Beim Operating Lease (Kilometerleasing) hingegen verbleibt das Verwertungsrisiko beim Leasinggeber, der dies natürlich einpreist - er kann sich aber auch besser absichern.

Genau diese Risikoverschiebung dürfte erklären, warum laut Bundesverband der Deutschen Leasinggesellschaften rund zwei Drittel aller BEVs über Leasing laufen. Das geschieht nicht aus Gewohnheit, sondern aus gutem wirtschaftlichen Grund.

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